Drei Augenärztinnen - hier im Bild zusammen mit Angelika - ein Anästhesist und zwei Juristen aus Deutschland auf dem Weg nach Addis Abeba. Wir wollen vor allem die medizinische Situation in der Augenklinik von Signum Vitae durchleuchten. Jetzt kehren wir mit sehr guten Perspektiven und um einige Erfahrungen reicher zurück nach Deutschland. Wir sind optimistisch, dass die angestrebte Zahl von 30 Cataractoperationen pro Monat erreicht werden kann. Im nächsten Jahr werden zwei deutsche Augenärztinnen die beiden äthiopischen Ärzte vor Ort für ein paar Wochen unterstützen. Viel gelernt haben wir bei unserem kurzen Aufenthalt in Äthiopien: Die Technik bei Cataractoperationen ist in Äthiopien fast genauso gut wie die in Deutschland – wir waren sehr positiv überrascht. Auch mit den einfachsten Mitteln kann ein Gesichtsfeldmessgerät repariert werden, das über Jahre nicht funktionierte ( Kontaktspray aus dem PKW und die MagicFingers eines deutschen Anästhesisten).
Wenn man nach Äthiopien reist, wird man bei der Einreise 7 Jahre jünger, denn es gilt eine andere Zeitrechnung. Die 22jährige Schweizer Praktikantin in der Brillenmanufaktur musste als Geburtsjahr in ihrem äthiopischen Führerschein 1986 angeben, denn sonst wäre sie für äthiopische Zeitrechnung viel zu jung für den Führerschein gewesen).
In der 55-tägigen Fastenzeit bis Ostern darf erst ab 15.00h gegessen und getrunken werden – es gibt aber auch Ausnahmen davon, wenn vegetarisches Essen auf den Teller kommt. Und dazu waren alle Mitarbeiter von Signum Vitae von uns eingeladen und sie bedanken sich auf das Herzlichste dafür: Amasegenallo!
Wie schafft der äthiopische 26-fache Weltrekordinhaber und mehrfache Marathongewinner Haile Gebrselassie es, hier in Addis ohne Staublunge zu trainieren? Die zwei durchaus erfolgreichen Marathonläufer aus unserer Reisegruppe haben es nur knapp geschafft, morgens um 7.00h bei noch nicht so hoher Luftverschmutzung ihr Pensum zu laufen....
König Salomon, der Vater des ersten äthiopischen Herrschers Menelik I schlief mit offenen Augen und konnte mit geschlossenen Augen sehen. Daher entdeckte er, dass Königin Saba, die Mutter des Menelik I, nachts verbotenerweise das Wasser aus dem Krug neben seinem Bett trank. Schon damals war das Wasser eines der wertvollsten Dinge für alles Lebendige. Insbesondere in Äthiopien gibt es immer wieder große Hungersnöte wegen fehlenden Wassers – gestern war der Tag des Wassers!
Wer nicht reist, wird immer glauben, dass seine Mutter die beste Köchin ist, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Wir sind nun gereist und haben u.a. die äthiopische Küche kennengelernt ( wer schon einmal dort war, kennt bestimmt Injera, die gegorenen Teigfladen) und kehren voller positiver Eindrücke wieder zurück und wir sind überzeugt, dass das Projekt „2sehen" sich weiter positiv entwickeln wird/ab