Sonntag, 12. Juli 2020

Swimming Doctors


Glückliche Geschichte über einen Patienten, wie wir ihn nicht häufig sehen

Das erste Mal sahen wir Phone Mann Kha mit seinen Eltern im Februar 2019 bei den swimming doctors. Er war zu diesem Zeitpunkt noch kein Jahr alt. Er wurde vorgestellt genau an dem Tag als wir das Schiff bei unserem jährlichen Besuch erreichten. Wir stellten die Diagnose einer Meningomyelozele im Gesichtsbereich. Das ist eine Fehlbildung des Mittelgesichtes wo es durch einen Defekt des Schädelknochens zum Austritt von Hirnwasser und oft auch Hirngewebe kommt(ähnlich wie ein offener Rücken). Bei unserem Patienten sind als Komplikation beide Augen betroffen. Allerdings kann Phone Mann Kha auf dem linken Auge noch sehen. Ein solches Krankheitsbild wird in Deutschland sehr früh nach der Geburt operativ behandelt. Die Operation ist schwierig und kompliziert und mit vielen Risiken behaftet. Wird die Fehlbildung nicht behandelt, kommt es früher oder später zu einer Infektion, welche dann als Hirnhautentzündung in der Regel tödlich endet. Nach langen Bemühungen durch Wolf Mutschler fanden wir einen Neurochirurgen aus der Schweiz der mit Unterstützung eines Kollegen aus Myanmar den kleinen Patienten im letzen Jahr operierte. Die Finanzierung erfolgte durch Spenden von Freunden der Stiftung und was durch unseren burmesischen Mitarbeiter. Für den Abschluss der Behandlung ist eine weitere Operation notwendig um einen Restdefekt im Bereich des rechten Auges zu schließen. Diese Operation ist für den September diesen Jahres geplant. Wir hoffen dann, dass Phone Mann Kha dann nicht nur durch seine fast normale äussere Erscheinung ein besseres Leben hat, auch das seine geistige und körperliche Entwicklung sich normalisiert. Wird werden ihn weiterhin mit unseren Kollegen auf dem Schiff begleiten. lp