Dienstag, 13. Juni 2017

Afrika

Dem Hamburger Abendblatt war der schwarze Erdteil heute eine besondere Titelseite wert: "Die Welt steht vor der schlimmsten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. In Afrika und im Jemen sind 23 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Wir müssen etwas tun." Bleibt die Frage, was wir tun müssen. Wenn wir Spenden sammeln um Weizen zu kaufen, dann unterstützen wir kurzfristig - die Menschen und eine ganze Mitleidsindustrie. Es ist Sache der Politik, endlich faire Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich dieser Kontinent frei entwickeln kann.



Eine persönliche Anmerkung: im Jahr 1986 war ich das erste Mal mit Karl-Heinz Böhm in Äthiopien. Damals herrschte dort "die größte Hungersnot seit Menschengedenken." Vor dreißig Jahren hatte Äthiopien 26 Millionen Einwohner - heute sind es 103 Millionen Menschen. Es gibt Momente, in denen es schwer fällt, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen/jg