München ist überversorgt, jedenfalls rein rechnerisch betrachtet. Dort gibt es 150 Kinderärzte für rund 300.000 Kinder und Jugendliche. Ein Arzt für 2.000 Patienten. Damit liegt der Versorgungsgrad, der das Verhältnis Arzt zu Patienten in Zahlen misst, bei 134 Prozent. Das klingt ganz gut, allerdings kommt es darauf an, wo man wohnt. In einigen Stadtteilen gibt es zu wenig Ärzte. Das sind dann zweieinhalb Stunden Fahrzeit für ein Fieberzäpfchen keine Seltenheit. Wer im Bayrischen Wald wohnt, oder in Mecklenburg-Vorpommern, empfindet solche Verhältnisse als ganz normal.
Im Delta von Myanmar leben zwei bis drei Millionen Menschen, je nach dem welcher Statistik man trauen mag. Ärzte sind in dem riesigen Gebiet rar, Fachärzte gibt es dort nicht. Gut, dass die Swimming Doctors mit drei Ärzten an Bord unterwegs sind. Die nächste Mission beginnt übermorgen. Dann werden drei deutsche Ärzte mit an Bord sein. Heute ist Prof. Wolf Mutschler mit zwei Kollegen nach Yangon geflogen, morgen gehen sie an Bord der Swimming Doctors 2. Wir wünschen allen eine gute Reise und viel Erfolg/jg