Mittwoch, 8. Mai 2013

Alte Werte



Die Wurzeln der Nachhaltigkeit liegen im Jagdwesen. Das altdeutsche Wort „Nachhalt“ steht für jene Vorräte, die für Notzeiten zurückgelegt werden. Den Grundsatz formulierte Hans von Carlowitz im Jahr 1713 in seinem Werk zur Holzwirtschaft: Man solle nur so viel Holz schlagen, wie durch Wiederaufforstung nachwachsen kann. Über den Club of Rome kam der Begriff in unsere Zeit. Auch wenn wir keine Bäume fällen und wieder wachsen sehen, fühlen wir uns dem Begriff der Nachhaltigkeit verpflichtet. Unsere Nachhaltigkeit hat auch etwas mit Zeit zu tun – es sind die Jahre, die wir unsere Projekte begleiten, bis sie ohne uns laufen. Das können Jahre sein, oder auch Jahrzehnte, wie bei den Bäumen. Mit Rat und Tat, mit Geld und Anerkennung begleiten wir die Tafeln, die Swimming Doctors, das Enat Hospital und für jede Schule, die von uns in Myanmar gebaut wurde. Mindestens einmal im Jahr besuchen wir unsere Projekte. Vor Ort überzeugen wir uns davon, dass die eingesetzten Gelder ihren Zweck erfüllt haben. Diese Besuche sind oft mühsam, manchmal enttäuschend, oft glücklich und immer sinnvoll.